Die Wirtschaftswoche hat in der aktuellen Ausgabe einen Abgesang aufs Live Shopping veröffentlicht, mit vielen knackigen Zitaten des Schutzgeld-Paten:
„Die Aggregatoren sind wie Parasiten“, klagt Faisst, „doch statt auf einen gesunden Wirt, haben sie sich auf ausgemergelte Gerippe gestürzt.“ Für Faisst ist darum das gesamte Geschäftsmodell tot.
„Live-Shopping ist isoliert betrachtet kein Markt.“ Die kritische Masse sei mit etwa 50.000 regelmäßigen Kunden zu klein und allenfalls als Ergänzung für etablierte Internet-Händler interessant. Denen will Faisst nun seine Expertise anbieten."
Nicht erwähnt werden in dem Artikel die Erfolge von Woot!, iBOOD, Steep & Cheap, etc., die ganz ohne Live Shopping Aggregatoren groß geworden sind. Allein Woot! hat in den USA über 1 Mio. Mitglieder.
Das Gute an der aktuellen Entwicklung: Auch hierzulande kristallisieren sich nun langsam die Anbieter heraus, die nicht nur einem Trend hinterhecheln wollen, sondern ernsthaft an tragfähigen Geschäftsmodellen interessiert sind.




"Eine solche Übersichtlichkeit im Anbieterdschungel macht das Geschäft mit den Spontankäufen endgültig kaputt."
Diese Aussage finde ich ziemlich unprofessionell, ich sehe das ein wenig anders. So glaube ich, dass die Aggregatoren das Geschäft eher vorantreiben als es zu bremsen. Das einzige, was die Leute von Spontankäufen abhalten könnte sind die Produktmelder. Ob ich mir die Angebote nun aber direkt im Liveshop oder eben auf einem der zahlreichen Aggregatoren ansehe, macht doch keinen unterschied.
Kommentiert von: Dennis | 01. Dezember 08 um 23:57 Uhr